Gemeindebrief


Liebe Gemeinde,

da Katholiken nicht allzu sehr im Verdacht stehen, DDR-Sympathisanten gewesen zu sein, können wir unvoreingenommen über die „guten alten Zeiten“ sprechen. Mir fallen da nicht Episoden aus sozialistischen Zeiten ein, aber Menschen, die von der Kirche „damals“ sprechen: Von Jugend-Kaplänen höre ich, von Wallfahrten, von Bischof Aufderbeck, von Andachten in Feld und Flur, von Mengen begeisterter und frommer Menschen. „Bekenntniskirche“ könnten wir sie nennen, „Kirche in Triumph und Widerstand“.

Manche Mitchristen sind der Meinung, dass wir heute vor einem kirchlichen Trümmerhaufen stehen.
In Seniorenheimen interessiere ich mich sehr für die Bilder an den Zimmerwänden. Fotos von Festen und Familie, im Garten, mit Freunden, neben dem Auto. …was man damals eben Auto nannte, egal ob im Westen oder Osten! Vergleichsweise schwergängig, langsam, unbequem, umweltschädlich, unsicher waren unsere Oldtimer. Und irgendwann passt dann alles zusammen:
Leben, Auto, Foto und Kirche. Schauen Sie mal genau hin! Ich wünsche mir, in einem (hoffentlich dann völlig sicheren) selbstfahrenden Elektroauto unterwegs zu sein.

Wie das Auto, so die Kirche? Bis dahin brauchen wir viele innovative Menschen, die gemeinsam nach Antworten suchen. Auf die vier Räder können wir (bis zum Anbruch des Himmelreiches) aber nicht verzichten.

Wir brauchen ein ausgeprägtes Christusbild, eine Gemeinschaft von „Gott-sei-Dankbaren“, einen Draht zu unserem Herrn und den Menschen und schließlich eine haltbare und mutige Hoffnung.

Lesen wir weiter in der Bibel. Gehen wir zum Gottesdienst. Praktizieren wir Stille und Gebet. Nehmen wir die Auferstehung persönlich ernst!

Auf vier Rädern gleitet auch ein Elektroauto gut über Straßen und Wege. Gute Fahrt, liebe Christen wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Michael Neudert

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Hier gibt’s den vollständigen Gemeindebrief November 2016 zum Herunterladen.



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